Facebook wird Meta- Wilkommen im „Internet der Dinge“!

Facebook-Chef Mark Zuckerberg (37) geht jetzt aufs Ganze. Er kündigte das Projekt am Mittwoch den 27.10.21 gleich als „Nachfolger des mobilen Internets“ an. Nur folgerichtig heißt auch der ganze Social-Media-Konzern nun Meta statt Facebook.

(Bild – Netzfund)

Was hat Zuckerberg vor? Was ist das „Metaverse“?

Ein paralleles Universum der virtuellen Realität – tatsächlich stammt die Idee einer solchen Cyberwelt unteranderem aus dem Science-Fiction-Roman von Neal Stephenson. Dieser schrieb 1992 in „Snow Crash“ über eine düstere Welt, in der sich die Menschen aus der Realität in die virtuellen Welten flüchten: in ein Metaversum (engl. metaverse).

Aus der bisherigen Facebook Inc. wird die Meta Platforms Inc. Das Börsenkürzel soll Anfang Dezember von „FB“ in „MVRS“ geändert werden. Meta soll auch als Marke etabliert werden. Die „Virtual Reality“-Brillen des Konzerns sollen unter „Meta“ statt „Oculus“ vertrieben werden. Das Modell „Oculus Quest“ wird also zum Beispiel „Meta Quest“ heißen. Auch das Videokonferenzgerät „Facebook Portal“ soll in „Meta Portal“ umbenannt werden.

Was wird aus Facebook?

Facebook wird den Konzern nicht mehr wie bisher definieren, sondern nur noch eines von vielen verschiedenen Produkten unter dem Dach von Meta sein, wenn auch weiter ein sehr bedeutsames. Facebook wird also im Prinzip auf einer Stufe mit anderen Plattformen wie Instagram oder WhatsApp stehen.

Warum macht Facebook das?

Mark Zuckerberg sagt, Facebook sei zwar eines der meistgenutzten Produkte „in der Geschichte der Welt“ und eine „Ikone“, es spiegele aber immer weniger die Breite des Unternehmens wider. Facebooks Name ist freilich auch zu einer Hypothek geworden und eng mit den vielen Kontroversen rund um das Unternehmen verbunden. Die frühere Mitarbeitern Frances Haugen hält dem Internetgiganten vor, zu wenig gegen den von seinen Plattformen angerichteten Schaden zu tun.

Welche Produkte entwickelt Facebook für das Metaversum?

Hardware und Software: Auf der Hardwareseite sind das vor allem Technologien rund um virtuelle Realität („Virtual Reality“) und erweiterte Realität („Augmented Reality“). Einige Produkte gibt es schon, etwa die bislang unter Oculus verkauften VR-Brillen. Der Konzern hat jetzt auch noch ein neues und ausgefeilteres Brillenmodell vorgestellt. Kürzlich brachte er zusammen mit der Brillenmarke Ray-Ban eine Digitalbrille heraus, die ein Vorläufer für AR-Brillen sein soll. Auf der Softwareseite arbeitet Facebook an diversen VR-Plattformen wie „Horizon Worlds“.

(Bild – Netzfund)

Warum ausgerechnet Meta?

Der neue Name lehnt sich an Pläne zur Entwicklung eines „Metaversums“ an, eine Art virtuellen Raum, den Zuckerberg als „nächste Generation des Internet“ beschreibt. Nutzer sollen dabei Teil des Internets werden. Der Begriff tauchte erstmals vor knapp dreißig Jahren in dem dystopischen Science-Fiction-Roman „Snow Crash“ von Neal Stephenson auf. Zuckerberg hat auch gesagt, er sehe in dem griechischen „Meta“ in der Bedeutung als „jenseits“ ein Symbol dafür, dass es noch immer viele Dinge zu entwickeln gebe.

Das Wort „Meta“ ist im Hebräischen die weibliche Form von „ist tot“. Diese „ist tot“ Form passt allerdings, denn wer sein Leben in den virtuellen Welten von „Meta“ oder wie Zuckerberg es nennt, im „Metaverse“ verbringt, darf sich getrost zu den Living Dead zählen. Ein Leben veranb der Realität in einen vollumfänglich überwachten „Second Live“.

Die Reaktionen im Netz sind vernichtend! 

Neben Hohn und Spott gibt es vor allem Warnungen. Pädagogen weisen darauf hin, dass Kinder in der virtuellen Welt viel verletzlicher sind als etwa bei Instagram.

Psychologen warnen, das Metaverse fördere Verbrechen und Psychosen. Tech-Experten fürchten, Facebook wolle das Internet der Zukunft unter seine Kontrolle bringen.

Die wohl eindringlichste Warnung kommt aber vom VR-Vordenker Jaron Lanier, der über die Technik schreibt: Metaverse „könnte die böseste Erfindung aller Zeiten werden.“

Was ist dieses Metaverse?

Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an „Second Life“, eine frühe virtuelle Realität, die 2003 startete. Dort konnten sich die Menschen digital treffen, miteinander handeln und quasi ein zweites, digitalen Leben leben. „Second Life“ sorgte damals für Kontroversen, aber auch einen gigantischen Hype im Netz. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun Meta, also der Dach-Konzern zu dem Facebook, WhatsApp und Instagram gehören.

Im Klartext: Meta will mithilfe moderner Technik wie Virtual-Reality-Brillen und Augmented Reality die physikalische Realität mit der virtuellen Welt verschmelzen. 

Eine feste Definition, was ein Metaverse eigentlich ist, gibt es nicht. Bei Meta sollen es virtuelle Räume sein, in denen man sich mit Freunden und Familie treffen kann. Die Räume sollen persistent sein, also dauerhaft existieren, auch wenn der Nutzer nicht online ist. Gegenstände aus der echten Welt sollen eingescannt werden und so in das Metaverse gebracht werden können. Auch in der virtuellen Welt soll es echten Besitz geben. 

Die Software, auf der dieses Metaverse läuft, hat Meta „Horizon“ getauft. Um diese virtuelle Parallelwelt aufzubauen, sollen in den kommenden fünf Jahren 10 000 neue Arbeitsplätze in Europa geschaffen werden.

Gefahr durch die Sozialen Netzwerke

Das größte soziale Netzwerk »Facebook« ist die digitale Heimat von über 800 Millionen privaten Nutzern, dazu ebenso von Millionen offiziellen Fanseiten wie Bands, Parteien, Organisationen oder Prominenten. Verbunden und vernetzt, gefüllt mit privaten Fotos, Nachrichten und Lebensereignissen hat sich so seit der Gründung 2004 der größte freiwillige Informationspool gebildet, auf den Geheimdienste wie die CIA natürlich nicht verzichten. Die Menschen sind Jäger und Sammler geblieben, nur gilt es nicht mehr Nahrung in die heimische Höhle sondern Informationen in die heimischen Regierungshände zu liefern.

Ein Geschäft das viel mehr bietet als Geld, es bietet Wissen, nahezu unbegrenzt – und Wissen bietet Macht und Kontrolle. Hauptsektor dieser gesponsorten Firmen ist das Internet. Eine der größten Tochterfirmen der CIA ist In-Q-Tel mit Sitz im Bundesstaat Virginia – genau wie die CIA.

Wenn das geheime Geld fliest

Über Firmen wie In-Q-Tel fliest das geheime Geld in die jungen Unternehmen. Damals soll das Facebook gewesen sein, heute zum Beispiel das weit weniger bekannte Unternehmen D-Wave. Die 1999 gegründete Firma D-Wave konnte am 11. Mai 2011 nach eigenen Angaben den ersten Quantencomputer der Welt verkaufen. Die Kunden sind laut einer Pressemeldung vom Mai 2013 unter anderem NSA und Google. Auch wenn viele Kritiker D-Wave den Erfolg des Supercomputers nicht abkaufen und bezweifeln, dass Quanteneffekte bei der Berechnung eine Rolle spielen, die CIA und Amazon konnten überzeugt werden; beide stiegen mit einem je mehrere Millionen Dollar umfassenden Investment ein.

Von Managern, die bleiben

Es ist wie in der Politik: Keiner geht so ganz. Unklar bleibt, ob der Geheimdienst schon während der Gründung Marc Zuckerberg finanziell unter die Arme gegriffen hat. Klar dagegen ist heute, dass ehemalige CIA-Mitarbeiter wichtige Positionen bei dem Internetgiganten besetzen. Howard Cox arbeitete 2006 gleichzeitig bei Geylock Partners, welches zu diesem Zeitpunkt in Facebook investierte und bei der CIA-Tochter In-Q-Tel im Vorstand. Das Geld der amerikanischen Geheimdienste floss über ehemalige und nach wie vor aktive CIA-Mitarbeiter in Vorstandsposten auf Umwegen zum noch jungen sozialen Netzwerk.

Video: „Facebook is part of the CIA.“

PRISM und der stumme Schrei

Als Edward Snowden zum Whistleblower, also zum Geheimnisverräter wurde, da hätte die Welt aufschreien sollen. Sie hätte aufschreien müssen. Aber sie blieb gemessen an der Bedeutung der Enthüllungen über die globale amerikanische Spionage stumm. Und während funktionierende, von der CIA mitfinanzierte, Quantencomputer heutige Verschlüsselungen in wenigen Sekunden oder Minuten knacken könnten, investiert der Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten bereits in das nächste Überwachungsinstrument.

Gemeinsam mit Google investierte die CIA bereits 2011 das erste Mal in die Firma »Recorded Future«, zu deutsch aufgezeichnete Zukunft. Das Prinzip: Die Software scannt in Echtzeit Blogs, Twitter-Beiträge, Nachrichtenfeeds und vieles mehr und erstellt so Verbindungen zwischen Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen. Suchanfragen bei Google werden verknüpft, gelesene Seiten ausgewertet, Kommentare, Beiträge und Twitter-Meldungen analysiert.

Und so verliert es fast schon an Bedeutung, welche Rolle der amerikanische Geheimdienst CIA bei der Gründung und Finanzierung des größten sozialen Netzwerks gespielt hat, denn unbestritten ist heute klar: Selbst wenn Facebook sich der CIA verweigern und keine Nutzerdaten preisgeben würde, die Geheimdienstler wären vermutlich in der Lage sich diese Informationen auf anderen, von ihnen mitfinanzierten Wegen zu holen. Aber eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.

Video: WikiLeaks Julian Assange: „Facebook is CIA spying machine“

(Bild – Netzfund)

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