The Great Reset

„Eine Agenda für den Neustart, wie eine Pandemie zum Steigbügelhalter wird!“

Als „The Great Reset“ versteht das WEF (World Economic Forum) unter Klaus Schwab die Umgestalltung der Welt zu einem nicht nur gerechteren und nachhaltigeren sondern auch zu einem besseren Ort.

1. Was ist das WEF?

Das Weltwirtschaftsforum von Davos (WEF) ist eine private Stiftung mit Sitz in Genf. Es wird von internationalen Mitgliedern und Partnern unterstützt, die sich finanziell an der Organisation des Jahrestreffens beteiligen, wo sie ihre Erfahrungen und Meinungen über diverse Themen austauschen. Die zentrale Veranstaltung findet alljährlich im schweizerischen Davos statt.

2. Wer sind die Partner?

Es handelt sich um eine Gruppe von 100 multinationalen Unternehmen wie ABB, Nestlé, Barclays, Credit Suisse, Deloitte, Deutsche Bank oder Google. Die Partner bestimmen die Agenda des WEF mit und beteiligen sich an dessen Finanzierung

Der ehemalige FAZ-Journalist Jürgen Dunsch kritisierte schon Anfang 2017, dass Finanzberichte des WEF wenig transparent seien, wobei «weder die Einnahmen noch die Ausgaben aufgeschlüsselt» würden. Die offenbar nicht unbeträchtlichen Gewinne würden reinvestiert. Wie reich das Forum wirklich ist, sei unklar. «Tatsache ist, dass das Forum auf einer starken, über die Jahrzehnte angehäuften finanziellen Basis ruht», resümiert Dunsch.

Interessant ist außerdem zu bemerken, das Konzerne wie z.B Nestle, die unteranderem für eine „privatisierung von Wasser“ einstehen, den Menschen diese „schöne Neue Welt“ präsentieren wollen…

Am 13. Juni 2019 unterzeichnete Klaus Schwab, der Direktor vom World Economic Forum und der Generalsekretär der UNO, António Guterres eine Partnerschaft zwischen ihren beiden Organisationen. Ohne nennenswerte Aufmerksamkeit in den Medien, trotz ungeheuerlichen Implikationen für die Menschheit. Es bedeutet prinzipell, dass nun die Macht über unser Leben mit einem Federstrich an die globalen Grosskonzerne und deren Besitzer übergeben wurde.

Børge Brende (Geschäftsführer, World Economic Forum), Klaus Schwab (Vorstandsvorsitzende, World Economic Forum), António Guterres (Generalsekretär, UNO) och Amina J. Mohammed (Stellvertretende Generalsekretärin, UNO)

Das Abkommen beinhaltet sechs Fokusbereiche:

  1. Die Finanzierung der UNO-Agenda 2030
  2. Klimaveränderungen
  3. Gesundheit
  4. Digitale Zusammenarbeit
  5. Gleichberechtigung und “Frauenbefreiung”
  6. Ausbildung und Kompetenzentwicklung

Der Zweck der Partnerschaft ist es, die Nachhaltigkeitsagenda der UNO und die 17 globalen Ziele zu beschleunigen.

“Meeting the Sustainable Development Goals is essential for the future of humanity. The World Economic Forum is committed to supporting this effort, and working with the United Nations to build a more prosperous and equitable future.”

Klaus Schwab

Im Abkommen wird festgelegt, dass die sogennante „vierte industrielle Revolution“ des World Economic Forums eine wichtige Komponente ist um die Agenda durchzuführen. Digitalisierung wird als Schlüssel hierfür gesehen.

Dieser Schlüssel, wurde im Januar 2020, während des Treffens in Davos, durch die Publikation des Berichts Unlocking Technology for the Global Goals sehr deutlich. Eine Analyse auf englisch des Beitrag von der PWC wird im Detail in The Digital Panopticon of World Economic Forum behandelte. Es bedeutet, dass die grossen Technologie-Unternehmen, die Teil der Arbeitsgruppen des World Economic Forums sind, die Probleme der Welt mit Hilfe von AI, Satelliten, Drohnen und Internet of Things sowie mit synthetischem Essen lösen sollen.

Das Coronavirus als Steigbügelhalter

Als die Weltgesundheitsorganisation am 11. März Covid-19 als Pandemie erklärte, hat sich dieses als Auslöser-Ereignis gezeigt und ein Fenster der Möglichkeiten für World Economic Forum eröffnet.

2006 hat der erste Bericht des WEF die globalen Risiken behandelt, welche Massnahmen bei einer eventuellen Pandemie, einige von den Empfehlungen wurden 2009 in Zusammenhang mit der Schweinegrippe bereits getestet, nötig sind. Danach arbeiteten die Arbeitsgruppen weiter an ihrem Netzwerk. Die Rockefeller Foundation publizierte 2010, Scenarios for the Future of Technology and International Development – in dem das Szenario von einem zukünftigen Lockdown nahezu prophetisch beschrieben wird.

“At first, the notion of a more controlled world gained wide acceptance and approval. Citizens willingly gave up some of their sovereignty—and their privacy—to more paternalistic states in exchange for greater safety and stability. Citizens were more tolerant, and even eager, for top-down direction and oversight, and national leaders had more latitude to impose order in the ways they saw fit.”

Rockefeller Foundation

Ein Jahr bevor das als COVID-19 bekannte Virus anfing sich auszubreiten, publizierte das World Economic Forum dann den Bericht Outbreak Readiness and Business Impact – Protecting Lives and Livelihoods across the Global Economy. Im Oktober 2019, wurde eine Generalprobe durchgeführt mit der Übung Event 201 (bei dem die Interessenten wie World Economic Forum, Bill & Melinda Gates Foundation und John Hopkins University teilnahmen).

The Great Reset

Nach dem Ausbruch der Coronapandemie und extreme Massnahmen in den verschiedenen Gesellschaften “beschlossen wurden” und autoritäre Kontrollregeln simultan über die ganze Welt verhängt wurden, traten am 3. Juni Klaus Schwab und António Guterres (unter anderem zusammen mit Prinz Charles) hervor und boten eine Lösung für alle Probleme an – The Great Reset. Schwab verkündete, dass:

Die COVID-19-Krise hat uns gezeigt, dass unsere alten Systeme nicht angepasst sind für das 21. Jahrhundert. Sie hat auf ein grundlegendes Fehlen an sozialem Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Inklusion und Gleichberechtigung, gezeigt. Jetzt ist der historische Augenblick da, nicht nur um das eigentliche Virus zu bekämpfen, sondern auch um das System gemäss den Bedürfnissen umzuformen die im Zusammenhang mit Corona entstanden sind. Wir haben eine Wahl passiv zu verbleiben, das dazu führen wird, dass viele Trends die wir heute sehen, verstärkt werden. Polarisierung, Nationalismus, Rassismus und am Ende eine zunehmende soziale Unruhe mit Konflikten. Aber wir haben eine andere Wahl, wir können einen neuen sozialen Vertrag ausarbeiten, der vor allem die nächste Generation integriert. Wir können unser Verhalten ändern um wieder in Harmonie mit der Natur zu sein, und wir können schauen, dass die neue Technik der vierten industriellen Revolution in bester Weise verwendet wird um uns ein besseres Leben zu gestalten.

Klaus Schwab

Am 9. Juli 2020 publizierte das World Economic Forum das Buch COVID-19: The Great Reset, in dem die Gedanken von Schwab und dem Mitverfasser Thierry Malleret (Chef des World Economic Forums Global Risk Network) erklärt werden. Der Zweck des Buches ist es Verständnis zu schaffen für die Zukunft, die uns erwartet, und ist in drei Hauptkapitel eingeteilt.

  • Macro Reset – Analysiert den Einfluss auf Ökonomie, Gesellschaft, Geopolitik und Technologie.
  • Micro Reset – Analysiert die Konsequenzen für Industrien und Firmen.
  • Individual Reset – Diskutiert die Konsequenzen auf individueller Ebene.

Wir stehen gemäss dem WEF vor einer Wegwahl. Der eine Weg führt uns zu einer besseren Welt: mehr inkludierend, mehr ebenbürtig und respektvoll gegenüber Mutter Erde. Der andere Weg wird uns zu einer Welt führen die an die Vorherige erinnert – aber schlimmer und mit ständig sich wiederholenden, unbehaglichen Überraschungen. Sie drohen uns dadurch zu schikanieren bis wir nachgeben und ihre technisch-utopische Vision für die Welt akzeptieren. Demokratie, Freiheit und individiuelle Persönlichkeit sollen einer Technokrotischen und Totalitären Ordnung weichen.

Macro-Reset

1. Geopolitical-Reset

COVID-19 hat die Welt daran erinnert, dass die grössten Probleme von Natur aus global sind (Klima, Pandemien, Terrorismus, internationaler Handel). Die globalen Organisationen sind aber nicht ausreichend gerüstet und es fehlt eine effiziente Führung. Gemäss den Autoren war das jetzige System nicht fähig, die Corona-Krise zu bewältigen, sondern sie wurde geprägt von nationalen, unkoordinierten Massnahmen. Den Autoren zufolge zeigt es auf die Notwendigkeit für eine effizientere und besser koordinierte Führung und, dass der Nationalismus uns nur falsch leiten kann.

"Therefore, the concern is that, without appropriate Global Governance, we will become paralysed in our attempts to address and respond to global challenges."

Dieses hat sich vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien gezeigt, wo Nationen sogar riskieren unter dem Druck der Krise zu kollaborieren.

"Any lockdown or health crisis caused by the coronavirus could rapidly create widespread desperation and disorder, potentially triggering massive unrest with global knock-out effects."

Gewalt, Hunger, Arbeitslosigkeit und Chaos kehrt stattdessen ein. Hungerkatastrophen von biblischen Proportionen können entstehen. Es droht eine neue Welle von Massenimmigration, ähnlich wie die von 2015-2016.

Die Welt wird ein gefährlicher und ärmerer Platz, wenn wir nicht globale Institutionen schaffen, gemäss Schwab und Malleret. Ohne diesen kann die globale Ökonomie nicht neu gestartet werden. Es ist nicht schwer anzunehmen, dass das World Economic Forum gerne mit dieser Führung betraut werden möchten, genau wie seine Partnerschaft mit der UNO zeigt. Die kommenden Jahren werden, wie es scheint sehr schwer. Es ist das Chaos, das der Ordnung vorangehen soll.

2. Environmental-Reset

Sowohl Pandemien wie Klimaveränderungen/Ökosystemkollaps zeigen gemäss den Autoren auf das komplexe Zusammenspiel zwischen dem Menschen und der Natur. Sie argumentieren, dass COVID-19 der Welt einen Vorgeschmack von dem gibt, was eine umfassende Klimakrise und Ökosystemkollaps für die Ökonomie, die Geopolitik, die Gesellschaftsfragen und die technologische Entwicklung bedeutet. Die Krisen haben auch das gemeinsame Attribut, dass sie in ihrer Auswirkung global sind und nur durch globale Koordination gelöst werden können.

"At first glance, the pandemic and the environment seem to be only distantly related cousins, but they are much closer and more intertwined than we think."

Ein Unterschied ist, dass Pandemien unmittelbare Massnahmen bedingen wo das Resultat sich schnell zeigt, Klimaveränderungen dagegen werden nicht gleich prägnant wahrgenommen und werden deswegen mit niedrigerer Priorität angegangen. Während einer Pandemie akzeptiert eine Mehrheit zwingende Massnahmen, während sie sich Begrenzungen in ihrer Lebenswahl widersetzen, wenn es um Klimaveränderungen geht, bei denen die wissenschaftlichen Beweise in Frage gestellt werden können.

Das Buch weist auf Studien hin, wo Pandemien wie COVID-19 mit der menschlichen Auswirkung auf die Umwelt zusammenhängen. Es ist wie gewohnt, wir Menschen tragen die Schuld und es wird eine gewisse Enttäuschung darüber ausgedrückt, dass der Kohlendioxid-Ausstoss während des Lockdowns nur um 8% verringert wurde. Die Schlussfolgerung ist, dass es eine radikale Veränderung bei den Energiesystemen braucht, wie eine strukturelle Veränderung unseres Konsumverhaltens. Es bleibt jedoch stark anzuzweifeln, dass diese dann auch für die Führungskader und Eliten gelten werden.

"If, in the post-pandemic era, we decide to resume our lives just as before (by driving the same cars, by heating our homes the same way and so on), the COVID-19 crisis will have gone to waste as far as climate policies are concerned."

Die Vorhersage ist, dass die Pandemie die Politik während mehrerer Jahre dominieren wird und riskiert damit die Klimaarbeit weniger dringend zu machen – COP26 wurde z.B. eingestellt. Dieses will das WEF vermeiden und sieht stattdessen, wie die COVID-19 Krise Möglichkeiten eröffnen kann, um deren “tragfähige” Klimapolitik einzuführen. Regierungen und Firmen werden in diesem Szenario zur “richtigen Entscheidung” ermutigt indem grosse Teile der Bevölkerung ein neues soziales Gewissen entwickelt, dass eine andere Lebensweise möglich ist. Dieses wird vorangetrieben durch einen erfolgreich geformten Aktivismus.

Weil es für Regierungen verlockend sein könnte zu der alten Ordnung zurückzukehren, sollen vier Schlüsselgebiete verwendet werden um die Entwicklung in die “richtige” Richtung zu steuern.

  1. Eine aufgeklärte Führung – Führungskräfte die an der vordersten Front des Kampfes gegen den „menschengemachten“ Klimawandel marschieren (das Buch zeigt z.B. auf Prinz Charles).
  2. Risikobewusstsein – Die Aufmerksamkeit, die COVID-19 in uns erweckt hat gegenüber den gegenseitigen Abhängigkeiten und den Konsequenzen daraus, nicht auf wissenschaftliche Expertisen zu hören, hat das Bewusstsein erhöht.
  3. Veränderungen im Benehmen – Die Pandemie hat uns gezwungen unsere Reise- und Konsummuster zu verändern und dadurch einen “grüneren” Lebensstil anzunehmen.
  4. Aktivismus – Das Coronavirus hat zu Veränderungen inspiriert und neue Strategien für sozialen Aktivismus geschaffen. Klima-Aktivisten die gesehen haben, dass die Luftverschmutzung abgenommen hat während des Lockdowns werden ihren Druck auf Firmen und Investoren verdoppeln.

Der umfassende Grüner Deal der EU-Kommission mit ihrem Plan eine Billion Euro zu investieren um die Emissionen zu verringern und eine zirkuläre Ökonomie einzuführen, wird als das stichhaltigste Beispiel dafür dienen, dass die Behörden die Corona-Krise nicht ungenützt lassen.

3. Technological Reset

"…the pandemic will accelerate innovation even more, catalysing technological changes already under way and “turbocharging” any digital business or the digital dimension of any business."

Die Autoren meinen, dass die Corona-Krise dazu geführt hat, dass die digitale Entwicklung in einem Monat einen Schritt gemacht hat, der sonst bis zwei Jahre gebraucht hätte. Fast alles wurde nach Online gezogen. Die Gewinner sind die grossen Technologie-Konzerne und deren Verdienste während der Krise waren massiv, während alle Geschäftsideen die auf persönlichen Treffen bauen (wie der Kulturbereich und Restaurants) als Verlierer dastehen. Das ist etwas das gemäss Schwab und Malleret grösstenteils so bleiben wird. Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf Arbeit, Ausbildung, Handel, Medizin und Unterhaltung. Zudem hat sie einen grossen Eingriff in unser Privatleben bedeutet.

"We will see how contact tracing has an unequalled capacity and a quasi-essential place in the armoury needed to combat COVID-19, while at the same time being positioned to become an enabler of mass surveillance."

Dieses hat auch dazu geführt, dass die Regierungen der Welt das Verfahren mit langen Vernehmlassungen um neue Technologie zu regulieren, haben aufgeben müssen. Stattdessen sind alle Hemmungen gewichen. Zeitweilige Regelungen sind währen der Krise dazugekommen und werden gemäss den Autoren auch weiterhin bestehen. Es geht auch um die soziale Distanzierung. Die Gesellschaften werden den Schwerpunkt darauf legen die Arbeitsplätze umzustrukturieren um den menschlichen Kontakt zu minimieren. Für Angestellte in der Hotel- und Restaurant-Branche und im Ausbildungssektor sieht die Zukunft damit trüb aus. Die Autoren sagen eine massive Automatisierung voraus um die Hygiene- und Sauberkeit zu handhaben, was wiederum eine Beschleunigung der digitalen Transformation bedeutet. Die heimische Produktion wird voraussichtlich auf Grund der zunehmenden Automatisierung zunehmen.

"From the onset of the lockdowns, it became apparent that robots and AI were a natural alternative when human labour was not available."

Aber es hat einen Preis. Es macht den Mensch überflüssig und es ist offensichtlich, dass die einfacheren Jobs sich in der Risikozone befinden. Das Ganze hat einen kühlen und sehr menschenfeindlichen Beigeschmack. Aber es kommt noch schlimmer. Die Lockdowns haben gemäss den Autoren einen hohen ökonomischen Preis der dazu führt, dass andere Methoden gebraucht werden. Dieses öffnet die Tür für permanente technische Lösungen wie Contact-Tracing, bei dem alle unsere Bewegungen verfolgt (tracking) und analysiert (tracing) werden sollen um Infizierte in Quarantäne stecken zu können.

"A tracking app gains insight in real time by, for example determining a person’s current location through geodata via GPS coordinates or radio signals."

Es geht darum, uns um jeden Preis auseinander zu halten aber auch um alle unsere Vorhaben in der Vergangenheit zu studieren. Mehrere Länder, wie Südkorea, China und Hong Kong, machten Gebrauch von aufdringlichen und aufgezwungenen Nachverfolgungsmethoden in Echtzeit während der Pandemie. In Hong Kong wurden elektronische Armbänder verwendet während andere Länder Mobile-Apps verwendeten um zu überprüfen, dass Infizierte nicht ihre Quarantäne verliessen. Singapurs TraceTogether-App, die warnt, wenn Infizierte innerhalb eines Radius von 2 Metern zu Anderen kommen und danach Daten zum Gesundheitsministerium schickt, wird als ein denkbarer Zwischenweg von den Autoren gesehen. Die Autoren zeigen auch die Probleme auf, die entstehen, wenn diese Systeme auf Freiwilligkeit beruhen.

"No voluntary contract-tracing app will work if people are unwilling to provide their own personal data to the governmental agency that monitors the system, if any individual refuses to download the app (and therefore to withhold information about a possible infection, movements and contacts), everyone will adversely be affected."

Gemeinsame Standards für Kontaktverfolgung können im Licht der verschiedenen Systeme angenommen werden (die EU wird speziell erwähnt).

Schwab und Malleret schreiben, dass Kontaktverfolgung ein “frühes Eingreifen” gegen “super-spreading Milieus” wie Familienzusammenkünfte ermöglicht. Es ist nicht schwer zu sehen, dass die Verfolgung mit Leichtigkeit gegen die verwendet werden kann, die sich gegen dieses diabolische System auflehnen. Es sind wir Menschen, die in den Augen dieser Tyrannen die Infektion sind.

Sie beschreiben wie Firmen in der ganzen Welt (im Zusammenhang mit dem Anfang der Wiedereröffnung der Länder), damit nicht eine neue Krankheit entsteht, angefangen haben eine digitale Überwachung ihrer Angestellten einzuführen. Das geht natürlich gegen alle ethischen Regeln und Menschenrechte. Die Autoren weisen auch daraufhin, dass sobald die Systeme eingerichtet sind, es nicht wahrscheinlich sei, dass sie entfernt werden (obwohl das Ansteckungsrisiko verschwinden würde).

Die Autoren schreiben, dass eine Menge Analytiker, Entscheidungsträger und Sicherheitsverantwortliche voraussagen, dass dieses zu einer dystopischen Zukunft führen wird. Das Buch gibt eine deutliche Warnung, dass ein technologisch-totalitärer Überwachungsstaat gerade mit Corona als Vorwand aufgebaut wird. Es besteht aber kein Zweifel, dass die Autoren der Meinung sind, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen (etwas das auch klar hervorgeht aus Schwabs beiden Büchern über die vierte industrielle Revolution).

"It is true that in the post-pandemic era, personal health will become a much greater priority for society, which is why the genie of tech-surveillance will not be put back in the bottle."

Schwab und Malleret beendet das Kapitel mit dem Hinweis, “dass die Regierenden und wir selber die Vorteile der neuen Techniken kontrollieren und nützen dürfen ohne unsere individuellen und kollektiven Werte und Freiheiten zu opfern”. Schwab, der eine zentrale Rolle einnimmt um das globale Überwachungssystem zu fördern, schiebt so die Verantwortung auf uns selbst.

Micro-Reset

Für die Unternehmer gilt gemäss den Autoren, dass es jetzt keine Rückkehr mehr zu dem System gibt, das früher existierte. COVID-19 hat alles verändert.

"When confronted with it, some industry leaders and senior executives may be tempted to equate reset with restart, hope to go back to the old normal and restore what worked in the past: traditions, tested procedures and familiar ways of doing things – in short, a return to business as usual. This won’t happen because it can’t happen. For the most part business as usual died from (or at least was infected by) COVID-19."

Gemäss Schwab und Malleret gilt jetzt:

  1. Distanzarbeit
  2. Virtuelle Treffen
  3. Effizientere Entscheidungsprozesse
  4. Die Beschleunigung der Digitalisierung und der digitalen Lösungen

Die Firmen die, die Empfehlungen der WEF Elite zu einer totalen digitalen Umstellung nicht befolgen, werden es schwer haben zu überleben. Die Gewinner sind die grossen Onlinehandelsfirmen und Streaming-Dienste wie Alibaba, Amazon, Netflix und Zoom. z.B. soll das schon astronomische Vermögen des Amazon-CEOs Jeff Bezos mit 60% zugenommen haben während der Krise. Der Handel wurde in kürzester Zeit von ein paar wenigen monopolistischen Konzerne übernommen. Das gleiche gilt für die Videokonferenzfirma Zoom, deren Wachstum im Frühling 2020 exponentiell war. Im Prinzip wird vorausgesagt sich in die Cyber-Sphäre zu transferieren. 2019 fanden in England 1 Prozent von den Arztkonsultationen online statt. Während der Corona-Krise lag sie bei 100%. Auch der Online-Handel wird voraussichtlich wachsen, wenn die Kunden gezwungen sind online zu gehen. Es ist, Big Tech und die Gesundheitsbranche, die als Sieger hervorgehen werden.

"Three industries in particular will flourish (in aggregate) in the post-pandemic era: big tech, health and wellness."

In der Post-Corona Ära wird auch erwartet, dass die Regierungen stärkere Kontrolle über das Unternehmertum bekommen. Die Stimulanz-Pakete werden an Bedingen geknüpft wie die Tätigkeiten betrieben werden. Was gemäss den Autoren kommt ist Stakeholder Capitalism mit Environmental, Social and Corporate Governance (ESG). Das bedeutet, dass die Firmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und “nachhaltig” investieren sollen. Durch Aktivismus von NGOs wie Greenpeace solle Druck auf die Firmen ausgeübt werden so, dass diese die richtigen Entscheidungen treffen. Es erinnert stark an Pieter Winsemius Nachhaltigkeitsformel für Grossfirmen, die in seinem Buch A Thousand Shades of Green: sustainable strategies for competitive advantage beschrieben wurde und der Bericht der Trilateralen Kommissions Beyond Interdependence.

Individual-Reset

Im letzten Kapitel gehen die Autoren die individuellen Konsequenzen der Pandemie durch. Sie schreiben, dass im Gegensatz zu anderen Katastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen, die Sympathie auslösen und die Menschen näher aneinander führen, so hat die Pandemie die gegenteilige Auswirkung. Sie war verheerend für uns Menschen. Die Pandemie ist ein langwieriger Prozess der ein starker Angst für das Sterben und die Ungewissheit über wann die Gefahr vorbei ist, kombiniert. Die Pandemie kann jederzeit zurückkehren. Sie wurde auch begleitet von autoritären und unberechenbaren Massnahmen seitens der Behörden. Dieses hat Ängste ausgelöst.Die Pandemie führt auch zu egoistischen Handlungen, weil alle rund herum als potentielle Krankheitsträger gesehen werden. Wir helfen nicht anderen durch die Todesangst. Es schafft auch Schuld und Schamgefühle. Es ist unmöglich “korrekt” zu handeln. Das zeigt sich auch in der Makroskala durch die Länder die ihre Grenzen schlossen und das Reisen stark begrenzten. Diese Massnahmen haben auch zu Rassismus, Patriotismus und Nationalismus geführt. Die Autoren sehen dieses als eine “giftige Mischung”.

"Humans are inherently social beings. Companionship and social interactions are a vital component of our humanness. If deprived of them, we find our lives upside down. Social relations are to a significant extent, obliterated by confinement measures and physical and social distancing, and in the case of the COVID-19 lockdowns, this occurred at a time of heightened anxiety when we needed them most."

Die Autoren zeigen welches Bewusstsein die Katastrophenverursacher über die psychologischen Effekte besitzen, welche die soziale Isolierung für den Menschen bedeutet. Wir haben nicht wie gewohnt Unterstützung bei Freunden und Familie suchen können. Wir wurden der Nähe die wir brauchen um zu funktionieren beraubt. Es wird wie eine langsame Tortur bei der wir langsam gebrochen werden. Das hat dazu geführt, dass das psychologische Unwohlsein dramatisch in diesem Jahr zugenommen hat. Sie weisen darauf hin, dass;

  1. Individuen mit früheren mentalen Problemen noch schlimmere Angstattacken bekommen werden.
  2. Die soziale Distanzierung wird die mentalen Probleme steigern auch nachdem die Massnahmen zurückgezogen sind.
  3. Der Verlust von Einkommen und Arbeit wird die Anzahl der Toten durch Selbstmord, Überdosen, Alkoholismus usw. erhöhen.
  4. Häusliche Gewalt wird während der Pandemie zunehmen.
  5. “Verletzliche” Menschen und Kinder, Pflegebedürftige, sozial Benachteiligte und Behinderte, werden zunehmend mental geschwächt.

Die Autoren weisen darauf hin, dass es sich im Bedarf nach Mentalpflege (psychologischer Behandlung) in den Jahren danach widerspiegeln wird. Der Bereich wird dadurch eine hohe Priorität für Entscheidungsträger im Nachgang der Corona-Krise haben.

Es zeigt wie kaltblütig und rücksichtlos diese Akteure sind. Sie sind sich bewusst, was sie verursacht haben. Schlicht der Effekt ist es, der beabsichtigt herbeigeführt wird, damit die Menschen dann die vermeitlich “richtige” Wahl zu treffen. Als ängstliche Herde, soll die Menschheit in eine technologische Diktatur hineingetrieben werden.

Im Kapitel über Unternehmertum wird präsentiert wie die neue Pflege aussehen wird:

"Like for any other industry, digital will play a significant role in shaping the future of wellness. The combination of AI, the IoT and sensors and wearable technology will produce new insights into personal well-being. They will monitor how we are and feel, and will progressively blur the boundaries between public healthcare systems and personalized health creation systems…"

Die Technik soll auch unsere Kohlendioxid-Fussabdrücke aufzeichnen, unsere Einwirkung auf die Biodiversität und die Giftigkeit von all dem was wir in uns hineinstopfen! Das Kontrollbedürfnis der Technokraten scheint unersättlich.

Die Pandemie hat uns gemäss den Autoren auch Zeit zum Nachdenken, über was wir im Leben für wichtig halten, gegeben; die Zeit in der Isolation gibt uns Einsicht über unseren früheren unhaltbaren Lebensstil, der das Klima und die Umwelt belastet hat. Das kann jetzt gemäss Schwab korrigiert werden:

"The pandemic gives us this chance: “it represents a rare but narrow window of opportunity to reflect, reimagine and reset our world.”

In den Schlussfolgerungen wird die sehr bescheidene Todeszahl der Pandemie diskutiert. Es wird darauf hingewiesen, dass bis Ende Juni COVID-19 nur 0,006% der Weltbevölkerung getötet hat. Das soll in Relation gesetzt werden mit der Pest (30-40% der Bevölkerung) und der Spanischen Grippe (2.7% der Bevölkerung). Die Todeszahl durch/mit Corona ist somit nichts, dass zu einem totalen Lockdown der Welt motiviert.

Es mutet fast schon paradox an, dass eine Gruppe aus Eliten und Wirtschaft, die Maßgeblich an Umweltverschmutzung, Ressourcen Raubbau, Kriegen und Elend weltweit beteiligt sind, uns jetzt nun die Rettung der Welt vor uns selbst verkauft. Jene Eliten, deren Konzerne unseren Planeten vermüllen, ausplündern und zerstören, vor lauter Profit und Machtgier, sind es die durch eine reinzufällig planmäßig ablaufende Viruspandemie alles besser und gerechter machen wollen und uns selbst die Schuld am Zustand unseres Planeten geben…

Die Great Reset Utopie ist eine gefährliche Phantasie von einflussreichen und mächtigen Zirkeln aus Politik, Wirtschaft und Finanzwesen. Eine Utopie ohne Freiheit, ohne Grundrechte und ohne Demokrotie. Ein komplett digitalisierte und hightech Überwachte Welt für gläserne und überwachte Menschen, regiert von einer Transhumanisten Eliten.

Technologie Diktatur Stoppen! Kein Great Reset! Keine 4. Industrialisierung!

Für Freiheit und Gerechtigkeit Jetzt!

10 Kommentare zu „The Great Reset

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  1. Francis Fukuyama hat in seinem Buch „Our transhuman Future“ aus dem Jahr 2003 auch schon vor den Folgen des Transhumanismus für die liberale Demokratie gewarnt. Düstere und unsichere Zeiten können uns bevorstehen.

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