Du und die Umwelt!

Nachhaltiges, gesellschaftliches Verhalten ist der Weg zum Klima- und Umweltschutz.

Er fängt bei jedem einzelnen persönlich an. Eine Veränderung des persönlichen Verhaltens hin zu Nachhaltigkeit, Ökonomie sowie Umwelt und Tierschutz, verändert unser Umfeld, unsere Gesundheit, die Industrie und am Ende unsere gesammte Gesellschaft.

Eine positive Veränderung fängt bei jedem selbst an!

Persönliches Verhalten

Riesige Plastikmüllstrudel sammeln sich in den Weltmeeren. Die Erde droht im Müll zu ersticken. Als Konsum- und Wegwerfgesellschaft tragen wir immer mehr dazu bei. Die Gegenbewegung dazu nennt sich „Zero Waste“ ( „Null Müll“ ). Das klingt kompliziert und aufwendig. Doch schon mit kleinen Änderungen kannst du im Alltag viel zur Müllvermeidung beitragen. In der Regel sparst du damit sogar Geld. Die Beispiele in der folgenden Aufstellung beziehen sich auf Deutschland, sehen in den anderen Industrienationen zum Teil ähnlich und oder gravierender aus!

Eine Umstellung des eigenen Konsum und Verhalten sind der wichtigste 1.te Schritt!

  1. Stoffbeutel statt Plastiktüten

„Möchten Sie eine Plastiktüte haben?“ Auf diese Frage an der Kasse solltest du ab jetzt immer mit „nein“ antworten – nicht nur, weil Plastikbeutel im Einzelhandel seit Januar 2016 Geld kosten. Auch Papiertüten sind durch ihre energieaufwendige Herstellung keine wirkliche Alternative. Stattdessen einfach immer einen Stoffbeutel dabeihaben – der lässt sich immer wieder benutzen und im Zweifel sogar reparieren.

Alleine die Deutschen verbrauchten zuletzt rund 5,75 Milliarden Plastiktüten im Jahr, das entspricht 71 Tüten pro Kopf. Würde keiner mehr von uns Plastiktüten nutzen, könnten wir in Deutschland pro Jahr etwa 68.000 Tonnen Müll einsparen. Für die Herstellung dieser Plastiktüten werden in etwa so viele Liter Erdöl verbraucht, dass damit jeder Einwohner von München eine Badewanne füllen könnte.

  2. Müllberge durch Kaffeekapseln

Kaffeekapseln liegen im Trend, sie sind einfach zu benutzen und werden von sympathischen Stars wie George Clooney beworben. Doch sie sind als teures Wegwerfprodukt konzipiert und bestehen in der Regel aus Aluminium oder Kunststoff oder aus beidem. Kapselkaffee kann locker sechsmal so viel kosten wie normales Kaffeepulver. Eine schon gekaufte Kapselkaffeemaschine wegzuschmeißen, ist natürlich keine Lösung. Doch es gibt auch befüllbare Kapseln, die man immer wieder benutzen kann. In Deutschland wurden 2014 fast drei Milliarden Kaffeekapseln verbraucht. Das sind rund 5.000 Tonnen Müll aus Aluminium und Plastik, die wir sparen könnten.

  3. Obst und Gemüse

Bananen haben eine Schale als natürliche Verpackung. Trotzdem findet man sie immer wieder fest in Folie eingeschweißt in den Regalen deutscher Supermärkte. Greift bei Obst und Gemüse immer zur unverpackten Alternative. Die größte Auswahl habt ihr dabei auf lokalen Märkten. Damit vermeidet ihr nicht nur Müll, es ist auch gesünder: Die Folien können krebserregende Weichmacher enthalten. Obst und Gemüse ohne Verpackung zu bekommen, wird schwieriger, denn 63 % sind bereits vorverpackt. Im Jahr 2014 landeten allein durch die Verpackung von frischem Obst und Gemüse 53.500 Tonnen Kunststoff und 34.000 Tonnen Kartonage im Müll. Eine nachhaltige Ernährung auf Basis von Pflanzen ist ein wichter Faktor, der nicht nur die Gesundheit verbessert, sondern auch aktiv zur Eindämmung von Umweltverschmutzung und Zerstörung beträgt.

    4. Müllvermeidung bei Seife, Duschgel und Shampoo

Plastikverpackungen bei Seife, Duschgel und Shampoo lassen sich einfach vermeiden. Nutzt statt Flüssigseife und Duschgel einfach feste Seife. Auch Shampoo gibt es als feste Seifenstücke, die sich aufschäumen lassen. Du möchtest auf die Flüssigprodukte nicht verzichten? Immer mehr verpackungsfreie Läden bieten Nachfüllstationen für Pflegeprodukte an.

Beispiel: Jeder Deutsche verbraucht im Leben rund 787 Flaschen Shampoo. Würde man sie übereinanderstapeln, hätte man einen Turm etwa in der Höhe der Cheops-Pyramide. Das entspricht geschätzt 20 bis 25 Kilogramm Plastikmüll pro Einwohner, der sich vermeiden ließe.

    5. Eine große Packung statt vieler kleiner Packungen kaufen

In Drogerien verlocken uns die vielen verschiedenen bunten und auf den ersten Blick günstigen Probepackungen in Kleinstgrößen. Die Regale mit diesen Miniportionen sollten tabu sein! Kauft lieber eine große Packung als viele kleine. Du möchtest nur eine kleine Menge mit auf eine Reise nehmen? Füll eine deiner kleinen Packungen auf oder nutze wiederverwendbare Dosen. Um auf die gleiche Menge Duschgel zu kommen, verbraucht man mit der kleinsten Packungsgröße eines getesteten Produktes fast zweieinhalbmal so viel Kunststoff wie bei der größten Packungsgröße.

    6. Zahnbürsten aus Holz statt aus Plastik

Wenn an Stränden Müll angespült wird, finden sich darunter oft auch Plastikzahnbürsten. Diesen Müll können wir ebenfalls vermeiden, denn inzwischen gibt es verschiedene Zahnbürstenmodelle aus Bambus oder anderem Holz, die bis auf die Borsten kompostierbar sind. Zahnärzte empfehlen, Zahnbürsten mindestens alle 3 Monate zu wechseln. Trotzdem verbrauchen Deutsche im Leben im Schnitt nur 134 Zahnbürsten. Doch auch das sind immerhin über 2 Kilogramm Plastikmüll, der sich durch leichter abbaubares Holz ersetzen lässt.

    7. Produkte im Glas

Die meisten Menschen kaufen Milch in Getränkepackungen und Joghurt in Plastikbechern. Die müllfreie Alternative sind Gläser und Glasflaschen. Joghurt im Pfandglas ist leicht zu bekommen. Milch kann man sich zumindest in einigen Regionen in Flaschen liefern lassen, teilweise werden sie etwa in Biomärkten angeboten. Deutsche kaufen im Schnitt 5.272 Tüten Milch im Leben, umgerechnet bleiben in etwa 265 Kilogramm Müll übrig. Solche Getränkekartons bestehen aus verschiedenen Lagen Polyethylen, Aluminium und Papier, die zur Wiederverwertung aufwendig voneinander getrennt werden müssen. Wie hoch die tatsächliche Recyclingquote liegt, ist umstritten.

    8. Weniger Essen wegschmeißen

Wir leben im Überfluss. Essensreste kommen in den Müll, oft kaufen wir mehr, als wir brauchen, Supermärkte entsorgen noch gute Lebensmittel nach Ladenschluss. Eine bessere Essensplanung mit Einkaufszetteln hilft, die richtigen Mengen zu kaufen. Reste kannst du leicht in leckeren Suppen und Salaten verwerten. Ist trotzdem etwas übrig, gibt es Foodsharinggruppen, die Nahrungsmittel einsammeln und verteilen – auch aus Supermärkten.

Jeder Deutsche wirft rund ein Fünftel seiner Nahrungsmittel in den Müll und könnte dafür 300 Euro im Jahr einsparen. Jedes Jahr kommen so etwa 18,4 Millionen Tonnen an Nahrungsmüll in Deutschland zusammen. Die Ernte einer Fläche etwa in der Größe Siziliens wird damit ungenutzt weggeworfen.

   9. Müllvermeidung bei der Monatshygiene

Alternativen zu plastikverpackten Binden und Tampons sind zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig. Doch immer mehr Frauen testen sie aus und teilen ihre Erfahrungsberichte im Internet. Zur müllarmen Monatshygiene zählen etwa Menstruationsbecher, Menstruationsschwämme und waschbare Stoffbinden. Eine Frau verbraucht im Leben durchschnittlich etwa 16.800 Binden oder Tampons. In Europa landen so jährlich über 17 Milliarden Binden und 10 Milliarden Tampons auf Müllbergen oder in Kläranlagen.

   10. Mehrwegflaschen

Ersetze Einwegflaschen durch Mehrwegflaschen – am besten aus Glas. Feinschmecker behaupten: Wasser aus Glasflaschen schmeckt besser und frischer als Wasser aus Kunststoffflaschen. Eine weitere Alternative ist, auf einen Trinkwassersprudler umzusteigen. So spart man gleichzeitig die Pfandrückgabe. Mehrwegflaschen können bis zu 50-mal neu befüllt werden. Einwegflaschen dagegen landen sofort im Müll, 2015 waren das in Deutschland 17 Milliarden Einweggetränkeverpackungen und 2 Milliarden Dosen. Nur für die Herstellung der Plastikflaschen wurden schon über 650.000 Tonnen Rohöl verbraucht.


   11. Akkus statt Batterien

Akkus haben eine Lebensdauer von mehreren Jahren und lassen sich je nach Typ bis zu 500-mal oder sogar noch öfter aufladen. Der früher so verhasste Memory-Effekt, durch den die Ladekapazität abnimmt, taucht bei modernen Akkus nur noch in sehr geringem Maß auf. Einwegbatterien sind also unnötiger Sondermüll. Für nicht mehr nutzbare Batterien gibt es spezielle Sammelboxen. Doch von den zum Beispiel im Jahr 2012 rund 44.000 Tonnen gekauften Batterien in Deutschland wurden nur 18.000 Tonnen zurückgegeben. Das bedeutet nicht nur, dass wichtige Rohstoffe nicht recycelt werden können, sondern auch, dass Giftstoffe in den normalen Hausmüll gelangen.

  12. Reparieren statt neu kaufen

Das Handy ist kaputt, die Waschmaschine läuft nicht mehr, die Nähmaschine will nicht mehr nähen. Neugeräte sind oft so günstig, dass wir versucht sind, nicht über eine Reparatur nachzudenken. Wer selbst kein handwerkliches Geschick hat oder hohe Reparaturkosten nicht zahlen kann, findet in vielen Orten Hilfe in Repair-Cafés, in denen Ehrenamtliche arbeiten.

Auch Kleidung kann man reparieren lassen. Schätzungen zufolge spenden wir in Deutschland rund 100.000 Tonnen Kleidung im Jahr, in Altkleidercontainern, bei Straßensammlungen und auf Recyclinghöfen. Andere Schätzungen sprechen von etwa 1,5 Millionen Tonnen Textilmüll im Jahr. Das müsste nicht sein.

   13. Brotdose für die Pause

Das Pausenbrot für die Schule, der Snack für die Mittagspause im Büro oder Reiseproviant: Wer Müllvermeidung in der Schule will, gibt seinem Kind eine Brotdose mit und geht mit gutem Beispiel voran. Alufolie, Frischhaltefolie und Plastikbrotbeutel können ab sofort aus dem Haushalt gestrichen werden. Mit jedem Gramm Polyethylenverpackung, das man weniger zum Einwickeln von Pausenbrot nutzt, spart man etwa zwei Gramm Erdöl.

   14. Stoffwindeln

Wer Kinder hat, weiß, wie viel mehr Müll im Haushalt allein durch die Windeln entsteht. Die Erfindung der Einwegwindel war eine so große Erleichterung für Eltern, dass sich viele nur schwer vorstellen können, zu Stoffwindeln zu wechseln. Probier am besten verschiedene Windelsorten aus, um herauszufinden, womit du am besten klarkommst. Sonst wirfst du die Stoffwindeln wohlmöglich irgendwann frustriert in die Ecke, nachdem sie sich bei der sechsten Lage kompliziert zu wickelnder Origamitechnik verheddert haben und das Kind in der Zwischenzeit schon wieder eine neue Windel bräuchte. Außerdem wichtig: genug Platz zum Aufhängen der Wäsche oder ein Trockner. Fortgeschrittene probieren es komplett windelfrei.

Ein Kind braucht im Schnitt rund 6.000 Windeln, bis es trocken ist. Das entspricht 1 bis 2 Tonnen Müll, der durch den Kunststoffanteil bis zu 500 Jahre braucht, bis er komplett zersetzt ist – wenn er nicht verbrannt wird. Je nach Region können Windeln um die 10 % des Restmülls ausmachen.

   15. Coffee to go im Thermosbecher

Auf dem Weg von der U-Bahn noch schnell einen Kaffee auf die Hand und weiter ins Büro: Für viele Großstädter ist der Coffee to go nicht mehr wegzudenken. Wer es nicht schafft, den Kaffee noch zu Hause zu trinken, kann sich stattdessen einen Thermosbecher mitnehmen. Viele Kaffeeketten füllen die mitgebrachten Becher ohne Murren auf, manchmal gibt es dafür sogar einen Rabatt. Würden alle Deutschen auf den Coffee to go verzichten, müssten pro Jahr 43.000 Bäume weniger gefällt werden. Bei der Produktion der jährlich 2,8 Milliarden Becher in Deutschland wird außerdem so viel Wasser verbraucht, dass alle Einwohner von Bayern damit 10 Minuten lang duschen könnten.

   16. E-Book-Reader spart Papier

Wer viel liest, spart mit einem E-Book-Reader viel Papier. Viele Bücher lesen wir ohnehin nur einmal, und E-Books sind oft ein bisschen günstiger als die gedruckte Variante. Auf einem Gerät lassen sich viele Bücher abspeichern. Das ist besonders praktisch, wenn du dich vor dem Urlaub nicht entscheiden kannst, welches du mitnehmen möchtest. Da auch die Herstellung eines E-Book-Readers nicht ressourcenfrei funktioniert, lohnt sich sein Einsatz für Leser von mindestens 18 Büchern im Jahr. Der Durchschnittsdeutsche schafft 247 Bücher im Leben. E-Book-Reader eignen sich also nur für wahre Leseratten.

   17. Teilen und ausleihen

Manche Dinge brauchen wir total selten. Unsere Bohrmaschine, die Sackkarre, vielleicht nutzen wir auch die Nähmaschine bloß einmal im Jahr. Trotzdem besitzen wir das alles und entsorgen es irgendwann wieder. Warum? Günstiger und umweltschonender ist es, sich solche Geräte auszuleihen oder mit Nachbarn zu teilen. Eine Schleifmaschine kostet etwa 100 Euro, ein gutes Zelt zum Beispiel 400 Euro. Für den Einkochtopf blättert man etwa 80 Euro hin und braucht Stauraum. Wer nur einmal den Boden schleifen will, Campen erstmal ausprobieren möchte und sehr selten Marmeladen einkocht, kann also durch Ausleihen bares Geld sparen. Im Gegenzug kann man anderen etwa die Nähmaschine oder den Akkuschrauber borgen.

   18. Party ohne Wegwerfbesteck

Die große Geburtstagsparty steht an, du möchtest viele Leute einladen. Das Plastikgeschirr ist so schön praktisch, denn du hast hinterher keinen Abwasch. Aber richtiges Geschirr ist nicht nur schöner, du vermeidest damit auch Müll. Wünsch dir doch, dass alle hinterher mithelfen. Klingt komisch? Aber es funktioniert, versprochen! Bei vielen Großveranstaltungen entsteht der größte Teil des Mülls durch Einweggeschirr. Dass es auch anders geht, zeigen Festivals wie das Tollwood Festival in München, bei dem nur Mehrweggeschirr genutzt wird.

   19. Unsichtbarer Müll: Mikroplastik

In vielen Drogerieartikeln, insbesondere in Peelings und Zahncremes, ist Mikroplastik enthalten. Du erkennst es unter anderem an den Begriffen „Polyethylen“ (PE), „Polypropylen“ (PP), „Polyamid“ (PA) oder „Polyethylenterephthalat“ (PET) auf der Inhaltsstoffliste. Mikroplastik gelangt ins Wasser und landet am Ende wieder bei uns selbst, zum Beispiel im Seefisch auf dem Teller. Pro Jahr verwendet die deutsche Kosmetikindustrie etwa 500 Tonnen Mikroplastik. Inzwischen wurde Mikroplastik unter anderem in Regenwasser, Trinkwasser und Flüssen gefunden, aber zum Beispiel auch in Honig und in den Mägen von Meerestieren. Solche Kunststoffmikropartikel binden überdauernde giftige Schadstoffe an ihrer Oberfläche. Die Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen wird erst erforscht.

   20. Brauche ich das wirklich?

„Ich habe nichts anzuziehen!“ Viele sagen das, während sie gerade vor ihrem überfüllten Kleiderschrank stehen. Überlege vor deinem nächsten Shoppingtrip, was du wirklich brauchst, und kaufe qualitativ hochwertige, zeitlose Kleidung, am besten fair gehandelt. Dann landet nie wieder etwas ungetragen auf dem Müll. Lass das T-Shirt, das du nicht wirklich brauchst, im Laden hängen. Dadurch sparst du 2.000 Liter Wasser für die Baumwollproduktion. Etwa 40 % deiner Kleidung im Schrank trägst du vermutlich jetzt schon so gut wie nie.

   21. Qualität kaufen

Der Drucker war im Sonderangebot, doch schon nach wenigen Wochen gibt er den Geist auf? Setze beim Kauf elektronischer Geräte auf Qualität, Reparierbarkeit und Langlebigkeit. Ein Sprichwort sagt: „Billig kauft zweimal.“

2014 wurden in Deutschland über 700.000 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte eingesammelt. Mehr als 20 % davon waren Unterhaltungselektronikgeräte.

   22. E-Mails statt Elternbriefe

Fast jede Woche finden Eltern in den Schulranzen ihrer Kinder Elternpost oder Infozettel. Manche Eltern könnten allein damit die Wände ihrer Wohnung tapezieren. Zur Müllvermeidung in der Schule können E-Mail-Verteiler beitragen. So bekommen Eltern die Infos digital statt ausgedruckt auf Papier. Wenn jedes Grundschulkind in Hamburg nur eine einzige Seite nicht recyceltes Papier im Jahr weniger in den Ranzen gesteckt bekäme, würde man dadurch den Strombedarf eines durchschnittlichen 1-Personen-Haushaltes einsparen . Bei 100 Seiten, die schnell im Jahr zusammenkommen, wären es also schon 100 1-Personen-Haushalte. Eine Seite pro Grundschulkind in Hamburg sind übrigens 109 Packungen Kopierpapier à 500 Seiten.

    23. Unkaputtbares Spielzeug

Ganz kleine Kinder zerreißen Bücher gern in kleinste Schnipsel, ältere Kinder sind Forscher und untersuchen Dinge – dafür muss man sie nun mal in Einzelteile zerlegen. Billigspielzeug aus Plastik geht oft schon kaputt, bevor es an das kleinere Geschwisterkind weitergegeben werden kann. Begrenze die Menge an Spielzeug, kaufe Qualität, lieber Holz als Plastik, und für die Kleinsten gibt es Bilderheftchen aus unkaputtbarem Material. Kinder unter 3 Jahren brauchen nicht viel, um glücklich zu sein. Ein Pappkarton, Stöcker aus dem Wald und ein Matschloch können schon unendliches Glück bereiten. Trotzdem kauften Deutsche 2012 pro Kind dieser Altersgruppe Spielzeug im Wert von 242 Euro, also 486 Millionen Euro insgesamt. Ein Großteil davon landet irgendwann im Müll.

    24. Stofftaschentücher

Haushaltspapier, Papierservietten und Taschentücher aus Zellstoff braucht eigentlich niemand. Kaufe schöne Stoffservietten, weiche Stofftaschentücher und waschbare Wischtücher. Nach dem Benutzen ab in die Waschmaschine bei 60° C. Ein Durchschnittsdeutscher verbraucht im Leben 40.958 Papiertaschentücher. Das ist vom Volumen etwa so viel wie 5 volle Badewannen. Nur noch gut jedes zweite Taschentuch wird aus Recyclingfasern hergestellt. Übrigens gehören die Einwegtücher nach dem Benutzen nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll.

   25. Weniger im Internet bestellen

Der Internethandel boomt. Die Folge: immer mehr Verpackungsmüll. Kaufe immer, wenn es möglich ist, regional ein. Damit sparst du nicht nur Verpackungsmüll, du unterstützt auch deinen lokalen Einzelhandel. Wenn es nur online geht: Tu dich mit anderen zusammen und mache Sammelbestellungen. Zwischen 2003 und 2013 stieg die Menge des gesamten Verpackungsmülls von 15,5 Millionen auf 17,1 Millionen Tonnen pro Jahr. Einen großen Anteil daran hat der Internethandel.

Vigtherius Team

https://www.vigtherius.com/healthy-and-prolife-projekt-by-vigtherius

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